
Der Santana-Klassiker mit Latin-, Pop-, Jazz-, ... Einflüssen - Standardwerk mit einer revolutionären und doch eingängigen Fusion verschiedener Einflüsse. Black Magic Woman, Oye Como Va, ... Santanas bekannteste Stücke finden sich hier. Der Titel des Albums verweist übrigens auf Hermann Hesses Demian.Kaufempfehlung für den gut sortierten CD-Schrank.
Ohrenschmaus - Wenn man auf die Website von MFSL klickt, springt einem derzeit gleich DAS Latin Rock Masterpiece schlechthin entgegen, Santanas Abraxas von 1970. Ein noch heute von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselndes Album wie aus einem Guss, mit mindestens drei Alltime-Classics, Black Magic Woman, Oye Como Va und natürlich Samba Pa Ti! Dank der Behandlung durch die Mobile Fidelity Soundschmiede klingt es tatsächlich noch einen Tick besser, weil druckvoller und transparenter als auf der vor ein paar Jahren erschienenen remasterten CD-Version. Die in einer Miniaturausgabe der Original-Albumklapphülle steckende, 24k-Gold-CD kommt ohne Bonustracks aus, ist jedoch keine Hybrid-SACD/CD, sondern eine, abgesehen von der Farbe, ganz normale CD! Ein Schmuckstück und Ohrenschmaus in jeder Hinsicht, wie übrigens auch das vor einigen Monaten in gleicher Art aufgemachte, auch bei MFSL erschienene Debutalbum von Santana.
DVD-Audio ? Pustekuchen ! - Hier hat wieder der Etikettenschwindel zugeschlagen. Dies ist nicht nur keine DVD-AUDIO, auf der Disk steht wohlklingend HIGH DEFINITION SURROUND - HDS, sondern dies ist nicht einmal eine DVD. Das heisst: die 6 Spuren des DTS-Formates sind auf die paar Bytes einer CD gepresst. Und so klingt die Scheibe auch. Wie eine Cassettenaufnahme aus den 70ern. Fazit: Finger weg !
Ein geniales Stück Rockgeschichte - Das Woodstock-Konzert 1969 sowie das fast gleichzeitig erschienene Debutalbum haben Santana als spektakulären Newcomer international bekannt gemacht. Groß war daher die Spannung, was wohl als nächstes kommen würde. Und auf den jungen Musikern lastete der Druck, ein würdiges Folgealbum nachzulegen.Abraxas (1970) - ein feuriges, frisches Album - übertraf die Erwartungen. Es war ein Riesenerfolg, stand sechs Wochen auf Platz Eins der amerikanischen Billboard-Charts und blieb anderthalb Jahre in den Charts. Abraxas ist wesentlich ausgefeilter und vielseitiger als die erste Platte und wird von vielen als das Beste angesehen, was Santana je veröffentlicht hat. Black Magic Woman, Oye Como Va und Samba Pa Ti sind nicht nur große Hits gewesen. Sie gehören zu den ewig besten Stücken der Rockgeschichte und dürften jedem halbwegs interessierten Rockfan bekannt sein. Das von Peter Green (dem frühen Kopf und Mitbegründer von Fleetwood Mac) geschriebene Black Magic Woman ist eigentlich erst durch Santana zu einem musikalischen Juwel geworden und ohne das geniale Keyboard-Intro von Greg Rolie sowie das angehängte Gypsy Queen kaum noch vorstellbar. Oye Como Va durfte auf keiner Party, Samba Pa Ti auf keiner Engtanzfete fehlen.Aber Abraxas bietet noch mehr. Am Anfang steht das experimentelle, auf einer guten Musikanlage grandios klingende Singing Winds, Crying Beasts. Incident At Neshabur zeigt, dass Santana auch bereits anspruchsvolle Songs mit Tempo- und Stimmungswechseln meistert, und das Percussion dominierte Se A Cabo festigte das Image der Latinrock-Combo. Dazu passt auch das etwas mystische Cover von Mati Klarwein, auf dem erstmals der grafisch gelungene Santana-Schriftzug auftaucht, fortan ein Erkennungszeichen der Band.Fazit: Dieses mitreißende Album ist ein Klassiker der Rockgeschichte und sollte in keiner Sammlung fehlen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.Bonusinfo (previously unreleased): 1998 hat Sony Music die ersten drei CDs von Santana mit je drei Bonustracks versehen. Im Gegensatz etwa zum Debutalbum halte ich die auf Abraxas versammelten, bisher unveröffentlichten Bonus-Liveaufnahmen (hier: aus der Royal Albert Hall vom 18. April 1970) jedoch nicht für ein Kaufargument (ich meine einen Neukauf, wenn Sie die Scheibe bereits haben). Sie sind nicht besonders inspiriert gespielt und fallen qualitativ gegenüber den neun ursprünglichen Titeln deutlich ab. Das Booklet ist allerdings mit interessanten Zusatzinformationen versehen, und der Silberling selbst zur Picture-CD geworden.
Mein Klassiker - Rockgeschichte pur!Carlos Santana, zum Rock-Idol avanciert und inzwischen durch Supernatural und Shaman zum Ohrwurm bei Jung und Rivival bei Alt geworden, hat hier einen seiner Grundsteine gelegt. Abraxas gehört zu den Alben, die wie ein Fels in der Brandung der Rockgeschichte stehen. Da gibt es keine seichten, dahinplätschernden Sounds, die auf digitalen Studiosequenzern bis ins letzte Bit dem Zeitgeschmack angepasst sind.Abraxas ist Emotion!Da ist die kreischende und zugleich zärtliche Gitarre von Carlos und Drums die in den Bauch gehen (laut Hören bringt hier eine Gefühlsebene, die kein neuzeitlicher Groove so schnell erreicht). Und dann die Passagen der guten, alten, mechanisch erzeugten Hammond-Tonwheel-Sounds und röhrende Vocalstimmen, die eine ganze Generation in Schwingung versetzt haben...Bei der Auswahl und Anordnung der Stücke waren Meister am Werk. Da wird mit ansteigender Dramatik über einen Klassiker wie Black Magic Woman ein Höhepunkt aufgebaut, der in deeeem Rock-Gitarren-Song schlechthin gipfelt, Samba Pa Ti. Und mit Toussaint L overture kommen auch Rockorganisten auf ihre Kosten.Selbst das Cover ist liebevoll gestaltet und läd ein, im Detail entdeckt zu werden. Genaues Hinsehen lohnt, Designerkunst aus computerlosen Zeiten.Sicher, ich bin vorbelastet, besitze ab der ersten Vinylscheibe alle offiziellen Veröffentlichungen und spiele selbst seit Jahrzehnten diese Sounds.Aber ist es nicht gerade die Beständigkeit, die auch einen alten Hasen wie Carlos ausmacht, der über Jahrzente seiner Fangemeinde einen Puls einhaucht, von dem sie nicht mehr loskommt?Sucht, Emotion pur, ein Muß für jeden der Santana ausspricht!